Henker – Michael Barth

Es gab mal wieder Post von meiner Lieblings-Facebook-Gruppe, der Thriller-Spoiler-Bande. Ein Wanderbuch mit tollen kleinen Beigaben machte bei mir Zwischenstopp, um nach dem Lesen schnell weitergeschickt zu werden. Wanderbuch? Was ist das? Ein Mitglied hat ein Buch das es gerne mit anderen in der Gruppe teilen möchte und postet dies. Jeder der interesse hat es ebenfalls zu lesen kommentiert darunter. Dann wird eine Liste erstellt und der erste bekommt das Buch. Der schickt es an den nächsten usw bis es am Ende wieder zu Hause angelangt. Eine tolle Möglichkeit Bücher zu lesen ohne sie gleich kaufen zu müssen. Ist ja schliesslich auch eine Platzfrage 😉

Um so ein Buch geht es heute:

 

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Klappentext:

Ein Serienmörder versetzt das Ruhrgebiet in Angst und Schrecken. Er schreibt stets das Wort „Schuldig“ mit dem Blut seiner Opfer an die Wand, nachdem er sie brutal hingerichtet hat. In der Presse gibt man ihm den Namen „Der NRW-Henker“ und schürt damit die Angst in der Bevölkerung.

Alles deutet auf einen religiösen Extremisten hin, doch schon bald gerät praktisch jeder in Verdacht, der mysteriöse Killer zu sein.

Hauptkommissar Bernd Zenker ermittelt  mithilfe seines besten Freundes, dem Krimi-Autor Armin Kanschek. Schnell kommen sie der Wahrheit gefährlich nahe und geraten dabei selbst ins Visier des Henkers.

 

Die gut 300 Seiten lesen sich flüssig, das Buch startet auch gleich mit dem ersten detailreich beschriebenen Mord. Michael Barth versteht es, die bedrückende Umgebung dem Leser bildlich näher zubringen. Die Schilderung der Morde lassen einen schaudern, vor allem mit dem Wissen das dies tatsächlich einmal so praktiziert wurde, alles im Namen des Gesetzes, pardon, Königs.

Die persönlichen Verwicklungen der Protagonisten machen das ganz erst richtig interessant, nicht nur unter Opfern/Täter sondern auch unter Ermittlern/Freunden. Hauptkommissar Zenker ist ausgebrannt, kraftlos, müde. Die privaten Probleme tragen dazu ihr weiteres bei. Es entwickelt sich eine hübsche Dreiecks-Geschichte, bei der nichts ist wie es scheint. Ein suspendierter Kommissar kommt in Büchern oder Filmen des öfteren vor, aber Bernd Zenker ist hier schon eine eigene Nummer, man fast etwas Mitleid mit diesem unkonventionellen Ermittler. Das Ende überrascht mit einem Paukenschlag, zumindest ist dies kein alltägliches Ende für ein Buch.

 

Erstveröffentlichung 2018; ISBN: 978-3746065328; BoD – Books on Demand, Norderstedt   Michael Barth bei DNB, Katalog der deutschen Nationalbibliothek

 

Michael Barth wurde 1970 geboren und hatte nie vor Schriftsteller zu werden. Nachdem sich aber immer wieder Geschichten in seinem Kopf abspielten, brachte er diese zu Papier. Michael Barth hat bisher 12 Romane veröffentlicht, als Pseudonym Ethan Kink schreibt er ab 2018 für einen Verlag.

Ebenfalls von ihm erschienen sind unter anderem: „Und der Wald flüstert ihren Namen“, „Geist“ und „Antiquariat de Sade – Das schwarze Buch“.

 

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3 Kommentare zu „Henker – Michael Barth

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